| Stationsbetreiber | Kristian Förster |
| Standort | Taunusstraße 3 |
| Wetterstation | DAVIS VantagePro2 Aktiv Plus |
| Aktualisierungsintervall | 5 Minuten |
| Solarsensor | vorhanden |
| UV-Sensor | vorhanden |
| Koordinaten | N51°00'11'' E09°08'49'' |
| Höhe ü. N.N. | 265m |
| Wettermessung seit | 21.04.2007 |
Standortbeschreibung
Die Station Jesberg liegt im Bereich des westhessischen Berglandes am
Rande des Kellerwaldes, welcher geologisch gesehen zum rheinischen Schiefergebirge (Entstehung im Devon, ca. 416 bis 359 Millionen Jahre)
zählt. Östlich von Jesberg geht das Gelände allmählich in die niederhessische Senke mit der Landschaft Schwalm über (quartäre
Ablagerungen, Beginn vor 2,6 Millionen Jahren).
Westnordwestlich befindet sich der Wüstegarten, welcher mit 675 m ü. NN die höchste Erhebung des Kellerwaldes ist. Dieser Bereich des
Kellerwaldes ist durch ein für die hiesigen Verhältnisse relativ ausgeprägtes Relief gekennzeichnet. Das Gelände bedingt einige wesentliche lokalklimatische Besonderheiten.
Durch die relativ hohen Berge im Westen befindet sich das Gebiet im "Niederschlagsschatten" (Lee). Westlich des Kellerwaldes (Luv) liegen die Jahresniederschlagsmengen deutlich höher als im Lee. Anhand der Normalwerte 1961-1990 des Deutschen Wetterdienstes (nicht korrigierte Niederschlagsmengen!) kann man dies leicht belegen:
* Bad Wildungen-Armsfeld (Luv), 387 m ü. NN: 774 mm
* Bad Zwesten (Lee), 250 m ü. NN: 681 mm
* Neuental-Zimmersrode (Lee), 205 m ü. NN: 646 mm
Neben der Luv-Lee-Exposition spielt auch die Geländehöhe eine entscheidende Rolle, was auch aus den Angaben ersichtlich wird.
Darüber hinaus gibt es ein lokales Windsystem. Bei Hochdruckwetter im Sommer setzt nachts bei stabiler Schichtung der Grenzschicht ein Bergwind aus westsüdwestlicher Richtung ein (Lokal- bzw. Mesoskala). Erst bei zunehmender Turbulenz am Vormittag wird der bodennahe Wind wieder an die geostrophischen Verhältnisse der freien Atmosphäre gekoppelt. Dieser folgt dem großräumigen Druckgradienten (synoptische Skala). Ein Talwind ist damit nicht nachweisbar.
Lage der Station
Die Station liegt am nördlichen Ortsrand. Die Temperatur wird gemäß internationaler Konventionen 2 m über dem Gelände gemessen. Das eingesetzte Gerät wird aktivbelüftet, sodass die Verfälschungen durch Sonneneinstrahlung minimiert werden. Der Windmesser wurde den Standards entsprechend auf 10 m über Gelände installiert. Die rein meteorologischen Messungen werden durch die Aufzeichnung des Matrixpotenzials im Boden (Saugspannung) ergänzt. Damit sind Aussagen über den Bodenwasservorrat möglich. Neben der elektronischen Aufzeichnung wird noch ein registrierender Niederschlagsmesser nach Hellmann eingesetzt. Alle Niederschlagsmessgeräte werden im Winter geheizt.
Bilder der Station und des Standortes

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